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Wie nimmt mein Tier Kräuter am Besten auf?

Am größten ist die Akzeptanz wenn unser Tier von klein auf an verschiedene Kräuter gewöhnt wurde. Bei Neueinsteigern heißt es einiges ausprobieren und langsam mit Kräutern zur Vorbeugung schon mal beginnen. Hierzu einige Tipps von mir.

dog_button.pngbeim Hund:

Getrockneten Kräuter können bei Dosen- bzw. Naßfütterung relativ einfach untergemischt werden. Bei Trockenfutterfütterung kann es Probleme geben. Einige Hunde fressen die Kräuter über das Futter gestreut, bei anderen wenden wir einen kleinen Trick an. In 50 - 100 g Quark oder Naturjoghurt können Kräuter Knoblauchgranulat oder auch einig Tropfen von Tinkturen untergemischt werden. Notfalls einen Teelöffel Honig (außer bei Magen-Darm Problemen) hinzufügen.

Kräuter können natürlich auch als Tee oder Auszug in den Trinknapf gegeben oder das Futter darin eingeweicht werden. Ob Tee oder Kaltauszug bitte bei den einzelnen Kräutern nachlesen.

horse.pngbeim Pferd:

Als Heu-, Wiesen- und Pflanzenfresser gibt es keine Probleme, so dass die Kräuter einfach über das Futter gestreut werden können.

cat_butto.pngbei der Katze:

Als Katzenbesitzer kennen sie die Probleme mit dem täglichen Futter, einmal dies, einmal jenes. Um Kräuter zu verabreichen bei Trockenfütterung ist ein Trick angezeigt. Einige Esslöffel Naturjoghurt mit etwas Honig und das Kraut vermischen und dem Futter beifügen. Bei Nassfütterung können die meist kleinen Portionen an Kräutern einfach untergemischt werden.

Als Tee oder Kaltauszug ( je nach Anweisung beim jeweiligen Kraut) kann das Trockenfutter eingeweicht oder der Trinknapf befüllt werden.

vogel.pngbeim Vogel:

Bei den gefiederten Freunden werden Kräuter meist als Tee oder Kaltauszug in das Trinkwasser gegeben. Bei regelmäßiger Gabe von Trockenkräutern gewöhnt sich der Vogel langsam daran.

turtle.png bei der Schildkröte:

Getrocknete Kräuter werden meist ohne Probleme aufgenommen.

Beim Nager gibt es auch keine Problem, da Kräuter sowieso ein Teil des Futters sind.

Salbei


salbei.jpg Photo: stock.xchng

Salbei wirkt krampflösend, desinfizierend und entzündungshemmend. Zur Parasitenabwehr und bei Insektenstichen erfolgreich. Als Trockenkraut oder Aufguss (1:10) zum Futter.

Tee wird bei Entzündungen von Rachen, Zahnfleisch und Lefzen sowie bei Mundgeruch angewendet.

Umschlag mit Tee oder Tinktur hilft bei entzündeten und gereizten Hautstellen, auch zum Auswaschen von Wunden. Bei Ohrenschmerzen und Entzündungen positiv.

Bei Katzen nicht direkt auf Haut oder Fell auftragen.

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Thymian


Thymian wirkt innerlich als Tee oder Kraut antiseptisch, appetitanregend, magenfreundlich, löst Krämpfe im Magen-Darm-Bereich und fördert die Gallensekretion. Übelriechender dünner Kot wird normalisiert.

Kräuterkissen oder Teeabreibungen vertreiben Ungeziefer.

Getrocknete Kräuter werden zur Hygiene und Geruchsbindung im Katzenklo verwendet.

Teezubereitung: 1 TL Kraut mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Bei starkem Husten oder Asthma bei Katzen 1 Prise Thymian mit etwas Marmelade oder Honig verabreichen

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Rosmarin


rosmarin.JPG

Rosmarin sollte immer sehr sparsam als Trockenkraut angewendet werden. Es wirkt durchblutungsanregend, bei Problemen des Bewegungsapparats. Einreibung mit verdünnter Tinktur lindert arthritische Beschwerden. Rosmarin mit Honig wird bei körperlicher und nervlicher Erschöpfung angewendet und gibt neue Kraft.

Rosmarinsalbe bei Ekzemen und juckenden Hautstellen

Tee bei Zahnfleischentzündungen und zum Auswaschen von Wunden.

Kräutersäckchen zur Insektenabwehr, zerrieben kann Rosmarin als Antiflohpuder verwendet werden. Bei Katzen nie auf Haut oder Fell auftragen. Photo: ricorocks

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Knoblauch


garlic_2_bg_122103.jpg Photo: pdphoto.org

Knoblauch wirkt desinfizierend, fäulnis und wurmwidrig sowie verdauungsfördernd. 1/2 - 1 Zehe wirkt beim Hund wie eine Frischzellenkur, durch Anregung des Kreislaufsystems. Mit dem Saft werden frische Wunden, Bißwunden und Insektenstiche abgetupft.

2 Teelöffel Pulver, 1 Tasse Hefeflocken und 1/2 Tasse Knochenmehl gemischt wird im Frühjahr ab März über das Futter gestreut zur Unterstützung des Fellwechsels, nebenbei zur Abwehr von Zecken und Flöhen.

Bei Katzen höchstens 1/4 Zehe pro Tag geben.

Bei Pferden unterstützt Knoblauch die Wurmabwehr Und auch die Belästigung durch Fliegen und andere Plagegeister wird deutlich reduziert. Am Besten zu dosieren ist Knoblauchgranulat. ca. 20 g frischer Knoblauch oder ca. 1 Eßlöffel Granulat täglich je nach Gewicht des Pferdes. Bei frischem Knoblauch ist es hilfreich den ungewöhnlichen Geschmack mit etwas Obstessig oder Tee zu überdecken.

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Melisse


melisse.jpgPhoto: stock.xchng

Melisse wirkt antibakteriell und gegen Viren. Bei nervösen Magen oder Herzbeschwerden, leichter Schlaflosigkeit und Unruhe wird Tee oder auch Tinktur zur Anwendung gebracht.

Äußerlich zur Insekten- und Parasitenabwehr und bei Quetschungen, Furunkolose und Geschwüren

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Fenchel


fenchel.jpg

Fenchel wirkt verdauungsfördernd und appetitanregend (besonders bei Rinder). Bei Entzündungen der oberen Atemwege und Blähungen wird eine Abkochung aus Fenchelfrüchten oder Samen verwendet. 1 Teil Fenchel und 10 Teile Wasser für 10 Minuten kochen lassen.

Äußerlich wirkt Fenchel gegen Parasiten und zur Insektenabwehr. Auch bei Bindehautentzündung und Augenschmerzen findet er als Abkochung ihren Einsatz. Photo: pdphoto.org

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Arnika

Arnika wirkt gut zur äußerlicher Anwendung bei Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen, Quetschungen und Blutergüssen, schlecht heilenden Wunden und Insektenstichen. Arnika ist giftig deshalb keinesfalls innerlich verwenden. Arnikatinktur immer verdünnt verwenden, für Umschläge 1:5 verdünnen.

Teeaufguss: 4 Teelöffel Arnikablüten (ca. 2 g) mit 100 ml siedendem Wasser übergießen und etwa 10 - 15 Minuten ziehen lassen. Leinen mit dem Teeaufguss getränkt wird auf die entsprechende Körperpartie aufgelegt.

Tipp für Pferdehalter: bei müden, überanstrengten Pferdebeinen 5 ml Arnikatinktur in eine Gießkanne mit 2 Liter kaltem Wasser geben und die Beine damit abwaschen.

Anwendung auch als Salbe.

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